Pflanzenheilkunde I Feldbotanik I Wildküche


Der schützenswerte botanische Reichtum unserer heimischen Natur, die heilende Kraft der Pflanzen und die wilde, vielfältige Nahrung aus der Natur - diese Themen begeistern mich.

Foto: Anna-Lena Holm, Olten
Foto: Anna-Lena Holm, Olten

Nach der Ausbildung zum Feldbotaniker habe ich mich entschieden, meiner Leidenschaft zu folgen.

Ein Buch entflammte vor vielen Jahren meinen Wissensdurst für wilde Pflanzen. Eine Weiterbildung in der wissenschaftlichen Bestimmung von Wildpflanzen goss noch mehr Öl ins Feuer: ich wollte mehr über die heilende Wirkung der Natur wissen.

 

Während der Ausbildung zum Naturheilpraktiker lernte ich die faszinierende Welt des menschlichen Körpers genauer kennen; die Kenntnisse über Anatomie und Krankheitslehre ergänzen sich mit dem erlernten Wissen über die Westliche Pflanzenheilkunde (Phytotherapie). So befinde ich mich nun in der Abschlussphase der Ausbildung, welche unter anderem auch die Ernährungslehre umfasst.

 

Nebst meiner Liebe für Heilpflanzen, ziehen mich die zahllosen urigen Düfte und Geschmäcker von wilden Lebensmitteln – direkt von Mutter Natur - immer wieder in dichte Wälder und auf satte Wiesen. Diese "Wildküche" sehe ich als zentralen Punkt der Gesundheitsvorsorge. Auch leisten uns pflanzliche Wirkstoffe grosse Dienste bei der begleitenden Behandlung von Krankheiten und unterstützen Körper und Geist im Alltag. Als "Unkraut" verschriene Kräuter  besitzen oft ungeahnte Kräfte und enthalten nährende Inhaltsstoffe.

 

Die seltensten Pflanzen wachsen oft an aussergewöhnlichen Orten: sonnige Kalkfelsen und seltene Magerwiesen im Juragebirge, sumpfige Tümpel im Flachland, wertvolle Hecken zwischen bewirtschafteten Feldern; oder ganz zivilisiert an lärmigen Bahndämmen und Autobahnen. Die aussergewöhnlichen Bedingungen schaffen artenreiche und komplexe Ökosysteme

– so ist mir auch deren Schutz ein grosses Anliegen. 


Die Weitergabe des Wissens über die unglaubliche Fülle unserer Natur sehe ich als das beste Mittel, um die Natur – und den Menschen – zu fördern.

Foto: Marco Bobst, Oensingen
Foto: Marco Bobst, Oensingen